Hollywood
. unbenannt .

seit gestern abend denke ich über menschen, einstellungen, weltsichten und benehmen nach...

man hat mich drauf gestoßen... und das war gut so.

warum sind wir, wie wir sind?

wer macht uns dazu?

wir uns selbst?

schwer zu sagen - irgendwie.

aber ich glaube, es ist n mix aus beidem.

warum bin ich, wie ich bin? mh, weil ich durch die welt laufe und an jeder ecke etwas in mich aufnehme... und daraus meine eindrücke entwickle. meine eindrücke wirken sich auf meine weltsicht und meine einstellung aus...

die summe aller einflüsse bin ich also ich.

[nicht wir machen erfahrungen - die erfahrungen machen uns]

das is recht einfach - scheint jedenfalls so. interessant ist daran eigentlich nur, auf welche art der mensch die eindrücke aufsaugt...

ich weiss nicht, ob ich eine gesunde einstellung zum leben habe.

selbst darüber zu entscheiden wirkt immer ein bisschen arrogant und zu selbstsicher - finde ich mir gegenüber jedenfalls oft.

und selbstsicherheit ist eine der eigenschaften, die mir vielerorts fehlt. aber nunja.

ich bin der typus, der aufnimmt, was er sieht... und darüber nachdenkt. es gibt einige situationen, in denen man von mir keine 100%ig deutbare reaktion bekommen wird - weil ich nicht immer im affekt handle. hat ja doch keinen sinn.

ich hab schon einiges gehört, gesehen und getan. ich habe mich auch schon oft gefragt, warum die welt so ist.

aber hinter dieser frage erwartet dich nichts - nur leere. es gibt keine antwort auf fragen dieser art. manchmal vlei auch besser so.

von der welt kann man jedenfalls keine antwort erwarten. man muss sie sich suchen - besser gesagt aussuchen. ich kann mir aussuchen, ob ich es sorum oder sorum drehe.

ich drehe es in die - für mich - beste richtung. ich betrachte meine bisher noch kurze vergangenheit und ziehe resumé.

ein auf und ab - wenn man mich fragt. ein durcheinander von schlechtem und gutem. die aussenwelt, die oftmals allergisch auf mich reagiert - und die wenigen leute, die von anfang an auf meiner seite stehen. der punkt ist: die aussenwelt kann mich mal!

ich habe gelernt, dass es unwichtig ist, wieviel % der gesellschaft positiv auf dich reagieren - und auch, dass es unwichtig ist, warum sie dich verachten.

manche mögen mein auto nicht - manche mein aussehen - manche meine stimme - manche meine kleidung - manche meinen lebensstil - manche meine herkunft - manche meine piercings... vlei hab ich irgendwann einmal die falsche schnürsenkel-farbe - wer weiss das schon.

aber das ist okay. was auch immer man an mir nicht mag - und wie auch man es ausdrückt... es ist okay. zugegebenerweise haben viele leute die gabe, mir weh zu tun... absichtlich oder unabsichtlich sei mal dahingestellt.

aber ich habe für mich selbs entschieden, dass es eben so ist. natürlich bin ich sauer... natürlich bin ich gekränkt... natürlich bin ich verletzt...

aber ich weiss eines: aufzugeben hat keinen sinn. denn dann verpasse ich die lieben menschen und die schönen momente des lebens.

[nur wer sich für den schmerz öffnet, lässt auch die liebe mit herein]

 

seit gestern abend frage ich mich, warum er so anders an die sache rangeht...

einerseits die frage: welche und wie viele dinge haben ihn nur so resignieren lassen?

andererseits die frage: wieso entscheidet er nicht für sich selbst, es aus einem anderem blickwinkel zu betrachen [bzw wieso kann er es nicht]?

 

aus meinem blickwinkel ist es schade, was er tut... bzw schade, dass er es für sich so tun muss.

an allem zu zweifeln - oder gleich von anfang zu sagen: geht nicht, gibts nicht, kenn ich nicht, will ich nicht...

das muss doch aufs gemüt schlagen... oder nicht?

mir ist schon klar, dass er der verletzung aus dem weg gehen will... das is sogar logisch. aber wer nicht das risiko einer verletzung zulässt, der lässt doch gar nichts zu !? der wehrt doch alles ab !? denn selbst bei den besten freunden is die verletzungsgefahr da...und die gefahr, dass sie es in die platte kriegen und einen hängen lassen. das risiko an sich gibt es immer. also stellt er sich gleich zu anfang mit verschränkten armen hin, bevor er das nachsehen hat. das klingt logisch - aber es ist furchtbar schade.

 

warum er sich allerdings immer selbst mit der quält, was er denn falsch gemacht haben könnte... das versteh ich nicht.

das leuchtet in meinem spatzenhirn einfach nicht ein.

fehler sind menschlich [nein wie war das mit Kev und dem Helfried-Beitrag? Irren ist menschlich - um nicht zu sagen katholisch! xD]

aber muss man sie deshalb bei sich selbst suchen? muss man deshalb eine so schlechte meinung von sich selbst haben? muss man deshalb immer wieder der frage auf den grund gehen: was habe ich nun wieder falsch gemacht?

das is doch.... quälerei. und vor allem unnötig. nicht alle fehler kommen von einem selbst. und nicht jeder enttäuschung oder verletzung geht überhaupt ein fehler voraus.

warum tut er das mit sich?

ich konnte ihm nichtmal ansatzweise glaubhaft machen, dass es ja immerhin möglich wäre, dass er es falsch sieht. glaube ich jedenfalls.

mir blutet wirklich das herz, wenn ich über so manche seiner worte nachdenke.

wobei ich eigentlich zugeben muss... eine art wie er haben nicht viele. ausserdem macht ihn genau dieses ein gespräch gestern abend unheimlich sympathisch. es ist zwar schade, dass er so fühlt und denkt... aber im umkehrschluss heisst das doch eigentlich, dass er einer der wenigen ist, der sich überhaupt gedanken macht. ein mensch, der herz und seele besitzt und zumindest versucht hat, diese 2 komponenten zu nutzen. momentan scheitert er daran, weil ihm so weh getan wurde, dass ers lieber gleich lässt. aber was dem voraus geht - nämlich herz und seele zu benutzen - zu versuchen sich darauf zu verlassen - zu glauben, dass es geht... das ist mehr als zu was die meisten leute heutzutage überhaupt fähig und willens sind.

ich weiss nur nicht, ob er das sieht. ob er genau diesen aspekt sieht, der ihn für mich zu einem besseren menschen macht.

 

es drehte sich immer wieder darum, dass ich es ja gar nicht wissen kann. ich kenne ihn nicht - und was ich kenne sind ja auch gar nicht mal die schlechten seiten.

der punkt ist: muss ich auch gar nicht.

ich habe auch schlechte seiten, die er noch nicht kennt. das is wohl bei jedem so. der witz ist nur, dass es darum gar nicht geht.

es geht nicht darum, wie schlecht er war, ist oder sein kann.

es geht auch nicht darum, ob er gewisse dinge absichtlich nicht von preis sich gibt - damit nicht wieder jemand ihm den rücken kehrt.

es geht auch ebenfalls nicht darum, dass es bisher immer/oft so war.

es geht einzig und allein darum, was ich höre und [glaube zu] erkenne[n]!

ich höre einen kerl, der dem ausdruck verleiht, was er sagt

ich höre einen kerl, der sich für dinge begeistern kann

ich höre einen kerl, der sich für dinge, an die er glaubt, einsetzt

ich höre einen kerl, dem seine freunde heilig sind [wenn sie denn richtig an ihn rankommen und er sicher ist, dass es die richtigen sind]

ich höre einen kerl, der sagt, was er denkt

anhand allem, was ich bisher gehört habe...

... [glaube (ich) zu] erkenne[n] ich, dass er eben nicht der schlechte mensch ist, als der er sich gestern dargestellt hat - sondern dass er ein herzensguter kerl ist, auf den man sich verlassen kann, der einen das eisen immer aus dem feuer holt, mit dem man lachen und weinen kann und der zu den wenigen leuten zählen könnte, die einem wirklich wichtig sind [wenn man denn an ihn rankommt].

[das gilt jedenfalls für meine art der wertschätzung... da mag jeder eine andere haben... aber für meine person ist das so]

 

das wirkliche problem an der sache ist, dass er sowieso denkt, ich würde ihm honig ums maul schmieren. weil ich ja sowieso nur für ihn schwärme. und das totaler quatsch.

ja schön, ich sagte, ich finde ihn toll... und daran hat sich nichts geändert. aber ich interessiere mich doch nicht nur für ihn, weil ich ihn "haben" will... -.-

da schätzt er mich sehr falsch ein. ich interessiere mich für ihn, weil er als mensch einfach mein aufsehen erregt. frei von allem tollfinden. was ich gestern sagte und heute schreibe basiert sowas von gar nicht darauf, dass ich ihn für etwas mehr als nur sympathisch halte.

nur wie mach ich ihm das begreiflich? ich denke nicht, dass er mir dahingehend glauben schenkt. leider.

hätte ich gewusst, dass er dieses gespräch auf die "sie schwärmt ja nur für mich"-schiene schiebt, hätte ich ihm das wahrscheinlich gar nicht gesagt. einfach aus dem grund, dass er merkt, ich interessiere mich wirklich. aber vlei hätte er dann einen anderen grund gefunden, warum ich das nicht wirklich ernst meinen könnte. ich weiss es nicht.

eigentlich wollte ich mich sogar bei ihm bedanken - für gestern abend. ich hab schon länger kein gespräch dieser art mehr geführt, über das ich danach wirklich nachgedacht habe und das wirklich hängen geblieben ist. es ist schön, jemanden zu haben, der mich auf einer gesprächsebene festhält, die mich wirklich derart anspricht.

aber ich glaube, ich werde das nicht laut sagen. ein 'danke' würde ihm bestimmt gut tun... aber ich befürchte er würde es nicht annehmen oder wieder dahingehend interpretieren, dass ich es eh nur sage, weil ich ihn toll finde.

und das möchte ich nicht. denn so ist es nich gemeint. wenn er es nicht annimmt, bringt es nichts... und wenn ers falsch interpretiert, kommt es nicht so an, wie es eigentlich ausspreche. dann ist es vergebens. leider.

21.1.08 18:57


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